Die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung (ARGE) konnte dieses Jahr 29 Kandidaturen aus allen europäischen Regionen für den renommierten Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2014 (EDEP 2014) gewinnen. Dieser hochrangige Wettbewerb um eine nachhaltige und integrierte Dorfentwicklung in Europa wird alle 2 Jahre von der ARGE organisiert und stand in diesem Jahr unter dem Motto "besser leben".
Interdisziplinär zusammengestellte, internationale Jury
Eine interdisziplinär zusammengestellte, internationale Jury konnte sich bei einer ersten Vorprüfung im März sowie über eine umfassende Begutachtung durch Bereisungsgruppen vor Ort von der sehr hohen Qualität aller 29 europäischen Einreichungen überzeugen. Pro Land bzw. Region ist nur die Nennung eines Dorfes, einer Gemeinde oder eines interkommunalen Verbundes möglich, wobei eine Einwohnerzahl von 20.000 EW nicht überschritten werden sollte.
Bei ihrer abschließenden Bewertungssitzung dieser Tage in München hat die ARGE-Jury nun die Preis-Kategorien der einzelnen Kandidaturen festgelegt und den Preisträger EDEP 2014 ermittelt:
13 Dörfer, Gemeinden, bzw. regionale Verbände haben es beim diesjährigen Wettbewerb in die oberste Preiskategorie geschafft. Sie umfasst jene Teilnehmer, die sich durch einen "Europäischen Dorferneuerungspreis für eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität" auszeichnen.
Aus dieser obersten Preiskategorie heraus wurde schließlich die Gemeinde Tihany in Ungarn zum "Preisträger des Europäischen Dorferneuerungspreises 2014" gekürt.
In der Begründung der ARGE-Jury heißt es: "TIHANY beeindruckt mit einem beispielhaften, von den Gemeindeverantwortlichen initierten, den BürgerInnen getragenen und von ExpertInnen begleiteten Entwicklungsprozess, der auf den vorhandenen Stärken und Chancen aufbaut und von einem umfassenden Problembewusstsein zeugt. Die zahlreichen bereits realisierten und projektierten Maßnahmen haben dazu geführt, dass das Wettbewerbsmotto "besser leben" in Tihany Realität geworden ist."
"Ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität"
In der obersten Preiskategorie mit der Auszeichnung: "Europäischer Dorferneuerungspreis für eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität" konnte sich auch die Luxemburger Kandidatur, das interkommunale Syndikat "De Réidener Kanton", unter insgesamt 13 Teilnehmern auf höchstem Niveau und unter 5 engeren Sieganwärtern, platzieren.
Zur Kandidatur "De Réidener Kanton" in Luxemburg schreibt die ARGE-Jury in ihrer Begründung: "Besser leben durch interkommunale Zusammenarbeit", so lautet das Motto von DE RÉIDENER KANTON. Die 10 Gemeinden des Kantons Redange haben mit beeindruckenden Maßnahmen und Initiativen bewiesen, dass dies breit angelegte Kooperation gelingen kann. Mit der Einbindung von ExpertInnen, PolitikerInnen, und den BürgerInnen sowie mit der mutigen Umsetzung von visionären Ideen hat sich der Kanton zu einem Wegbereiter in Luxemburg entwickelt. Seine Vorreiterrolle spiegelt sich sowohl in innovativen, zukunftsorientierten Energielösungen, in der Schaffung nachhaltiger Wertschöpfungsketten durch umfassende Bewusstseinsbildung und kreative Lösungen sowie durch die Stärkung der regionalen Innovationskraft wider."
An 11 weitere Teilnehmer – Dörfer, Gemeinden bzw. regionale Verbände – wird ein "Europäischer Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung" verliehen.
5 andere Kandidaturen dürfen sich über einen "Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in einzelnen Bereichen der Dorfentwicklung" freuen.
Preisverleihung der "Europäischen Dorferneuerungspreise 2014" am 11. – 13. September
Die Preisverleihung der "Europäischen Dorferneuerungspreise 2014" findet vom kommenden 11. – 13. September 2014 in der Preisträger-Gemeinde des vergangenen Wettbewerbes - EDEP 2012 statt, nämlich in der Gemeinde Vals, Kanton Graubünden in der Schweiz. Sie bildet den Höhepunkt einer mehrtätigen Veranstaltung mit thematischen Workshops, Exkursionen und Ausstellungen und wird ein großes Fest der europäischen Regionen und der integrierten Dorfentwicklung sein.
Mitgeteilt vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz