Traditioneller Empfang von Landwirtschaftsminister Fernand Etgen auf der Frühjahrsmesse

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Traditioneller Empfang von Landwirtschaftsminister Fernand Etgen auf der Frühjahrsmesse

Am 14. Mai 2015 lud Landwirtschaftsminister Fernand Etgen ein zum traditionellen Empfang am Stand der Marque Nationale auf der Frühjahrsmesse. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auflage stand das neue Qualitätssystem für die Weine der "Appellation d’origine protégée – Moselle Luxembourgeoise".

Roby Ley, Direktor des Weinbauinstitutes, kam eingangs auf das Hauptmerkmal der „Appellation d'origine protégée - Moselle Luxembourgeoise“ zu sprechen. Die Orientierung hin zum international anerkannten Herkunftsprinzip im Rahmen derer die Verwendung der geografischen Einheit dazu dient eine Qualitätsaussage zu tätigen lässt sich leicht erklären: "Je enger die geografische Einheit, desto schmeckbarer die Herkunft".  Es liegt also auf der Hand, dass es Regeln bedarf, die mit zunehmender Enge der geographischen Einheit zugleich strengere Qualitätsvorgaben wie beispielsweise den Hektarertrag definieren. Das neue Qualitätssystem bringt eine neue Klassifizierung der Luxemburger Weine mit sich:

  • "Crémant de Luxembourg" basierend auf AOP-Weinen aus gesunden und aromatischen Trauben, die den Qualitätsanspruch an den Crémant erfüllen,
  • Weine mit der Herkunftsangabe "Côtes de" sind harmonische Einsteigerweine auf hohem Niveau. Fruchtige, leichte Weine für den unkomplizierten, täglichen Genuss,
  • die Bezeichnung "Coteaux de..." steht für rebsortentypische Premiumweine, klassische Luxemburger Moselweine,
  • die Spitze bilden die Weine mit "Lieu-dit…", diese Lagen-Weine aus ausgewählten Parzellen geben das "Terroir", also den Boden, das Mikroklima und die naturnahe Bewirtschaftung wieder.

Landwirtschaftsminister Fernand Etgen lobte Roby Ley und seine Mitarbeiter für die geleistete Arbeit hinsichtlich der Einführung des neuen Qualitätssystems für die luxemburgischen Weine. Die Ernte 2014, welche mit 124.200 Hektolitern einer Lese im Normbereich entspricht, ist die erste nach dem neuen Qualitätssystem "Appellation d'Origine Protegée - Moselle Luxembourgeoise“.  Die Frühjahrsmesse bietet dem Konsumenten hierbei den idealen Rahmen um auf den Geschmack der neuen Weine zu kommen.

Minister Etgen erinnerte an den Ursprung der Nationalmarke, nämlich jenes Gesetz vom 2. Juli 1932, mit dem eine gesetzliche Basis für die Standardisierung von land- und gartenbaulichen Produkten geschaffen wurde. Besagtes Gesetz welches über die Jahre ohne Zweifel ein Garant für eine hohe Qualität von Landwirtschafts- und Weinbauprodukten war wird in nächster Zeit einer grundlegenden Überprüfung unterzogen. Es wird an allen Elementen welche sich über die Jahre bewährt haben festgehalten, um gleichzeitig Neuerungen einzuführen um das Label zu modernisieren. Des Weiteren kam Landwirtschaftsminister Fernand Etgen auf eine Bestandsaufnahme der Luxemburger Label zu sprechen. Diesbezüglich werde man prüfen welche Zusatzkriterien die hiesigen Qualitätslabel erfüllen und wie durch eine eventuelle Harmonisierung der Label ihre Visibilität verbessert werden kann.

Abschließend wies der Ressortchef auf den, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium rezent durchgeführten Audit hin, im Rahmen dessen alle Dienstleister welche im Bereich der Kontrolle der Lebensmittelsicherheit tätig sind einer Analyse unterzogen wurden. Die Erkenntnisse aus diesem Audit werde man in Zukunft nutzen um den Dienstleistungsbereich rundum die Kontrollen der Lebensmittelsicherheit etwas umzustrukturieren. Bezüglich dieser Analyse wies Minster Etgen daraufhin, dass die Lebensmittelsicherheit in Luxemburg groß geschrieben wird und dass der Konsument in Luxemburg Vertrauen in die Sicherheit und die Qualität der Lebensmittel haben kann.

Der Empfang endete mit einer Kostprobe regionaler Produkte, begleitet von Crémant de Luxemburg aus dem Weinbauinstitut. 

Communiqué par le ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des Consommateurs

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